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Schulterenge (Schulterimpingement)

Allgemein

Die Schulterenge wird auch als Impingement Syndrom bezeichnet und leitet sich aus dem engl. „Zusammenstoßen“ ab. Es kommt zu einem Einklemmen einer Sehne (Supraspinatussehne, SSP) und des Schleimbeutels (Bursa subakromialis) zwischen dem Schulterdachknochen (Akromion) und dem Oberarmkopf im sog. Subakromialraum. Ein schleichender Beginn ist typisch, auch eine Überlastung oder ungewohnte Bewegungen können Auslöser sein.

Diagnostik

Die ausführliche Befragung und Untersuchung des Patienten durch den Arzt ist oft wegweisend (Überkopfarbeiten, Sportarten wie z.B. Tennis oder Handball). Zusätzlich werden bildgebende Verfahren eingesetzt. Bildgebende Verfahren wie das Röntgenbild sind meistens ausreichend, um knöcherne Veränderungen zu sehen und die Diagnose zu sichern. Sollte die Untersuchung den Verdacht einer weiteren Schädigung (Sehnenriss) erhärten, wird eine Ultraschalluntersuchung und/oder eine Kernspinntomographie (MRT)-Untersuchung ergänzend durchgeführt.

Symptome

Häufig besteht ein Belastungsschmerz beim Anheben der Arme nach vorne oberhalb des Bauchnabelniveaus (z.B. Geschirr aus dem Schrank nehmen), beim Abspreizen der Arme zur Seite oder bei Drehbewegungen. Auch Schmerzen in Ruhe und in der Nacht beim Schlafen auf der betroffenen Schulter sind typisch. Üblicherweise wird der Schmerz über dem Oberarmkopf wahrgenommen, es kann aber auch eine Ausstrahlung der Schmerzen zum Nacken und bis zum Ellenbogen bestehen.

Therapiemöglichkeiten

Man unterscheidet die nicht-operativen (konservativen) von den operativen Therapieformen. Mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten (z.B. Ibuprofen oder Diclofenac), Physiotherapie mit ggf. begleitender Strom- oder Ultraschalltherapie wird begonnen. Bei besonders ausgeprägten Schmerzen kann eine Spritzen-Therapie mit einem lokalen Betäubungsmittel und Kortison durchgeführt werden. Nach einer Spritze sollte eine intensive Krankengymnastik erfolgen. Nur bei dann noch fortbestehenden Schmerzen, kommt die arthroskopische Operation (Schlüsselloch-Technik) zum Einsatz. Es können der entzündete Schleimbeutel im Subakromialraum entfernt und störende Knochenüberhänge am Schulterdach (Akromion) und am Schultereck-Gelenk (AC-Gelenk) geglättet werden, damit wieder ausreichend Platz für die gleitenden Sehnen besteht.

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